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Wallfahrtswesen - Rückers als Wallfahrtsort
Auszüge aus "100 Jahre Pfarrkirche Rückers" 1993 - Karl-Heinz Höflich und Raimund Henkel


Rückers gehörte zu den großen Wallfahrtsorten im Fuldaer Land. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Wallfahrtskirche von Rückers auch im Buch "Die deutschen Wallfahrtsorte"  von Susanne Hansen beschrieben ist.

Wie kam es zu den Wallfahrten nach Rückers? Alte Überlieferungen berichten von einer wunderbaren Rettung zu Rückers. Demnach waren Reisende auf der Flucht vor Räubern durch aufkommenden Nebel gerettet worden und konnten nach Rückers fliehen, nachdem sie die heilige Maria um Hilfe angerufen und gelobt hatten, der dortigen Kirche ein Marienbild zu stiften. Die Reisenden hielten Wort und ließen ein Holzschnitzbild anfertigen. Die Kunde von der Rettung verbreitete sich rasch in der Gegend und wer immer in Not und Sorge war, wallfahrte nach Rückers und trug dort seine Anliegen vor. Soweit die Sage.


Historisch gesehen wird die Kapelle in Rückers erstmals im Jahre 1451 erwähnt. Aus einer Ablassurkunde der Kardinäle Georgius, Astorgius, Prosper und Petrus (vgl. Bild oben) geht hervor, dass die Kapelle bereits zu dieser Zeit eine bekannte Wallfahrtskirche war.


Ziel der Wallfahrer war das wundertätige Gnadenbild am Hochaltar der Kirche. Die Marienstatue entstammt der spätgotischen Zeit. Sie hat jedoch in den folgenden Jahrhunderten mannigfaltige Änderungen erfahren. Heute blickt uns die Madonnenstatue in ihrer natürlichen Schönheit an. Die bekrönte Maria steht vor einem goldenen Strahlenkranz und hält im linken Arm das Jesuskind, in der rechten Hand ein Zepter. Die schmale Figur der Madonna wird bedeckt von einem goldenen Mantelüberwurf. Voller Anmut, lieblich und herb zugleich blickt uns Maria an. Der Künstler, der dies so innige Bildnis schuf, ist nicht bekannt.

Seit dem ausgehenden Mittelalter bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts übte die Marienkapelle mit ihrer Statue eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus. Gefördert wurde diese Volksfrömmigkeit durch die päpstlichen Ablässe. Aufgrund der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges gingen die Wallfahrten zum ersten Mal stark zurück. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts lebten die Prozessionen aber wieder auf.  Rückers wurde ein Wallfahrtsort, der weit über die Grenzen des Fuldaer Landes bekannt war. Später im Rahmen der Aufklärung und Säkularisierung wurden die Wallfahrten durch den Landesherren Friedrich Wilhelm von Oranien verboten und kamen ganz zum Erliegen. Den großen Brand von 1890, dem die gesamte Kirche und große Teile des Ortes Rückers zum Opfer fielen, überstand die Marien-Statue unversehrt, da sie glücklicher und wundervoller Weise kurz zuvor im Pfarrhaus aufgestellt worden war.


In der heutigen Zeit kommen noch gelegentlich Gruppen oder Einzelpersonen zum Rückerser Gnadenbild. Inzwischen schon traditionell machen Pilger aus dem Freigericht in Rückers Station, bevor sie weiter zum Bonifatiusfest nach Fulda pilgern. Seit 2010 liegt Rückers auf der Wegstrecke des ökumenischen Jakobswegs.  Dieser Pilgerweg gehört zum Verbindungssystem der "Via Regia", deren Wegenetz von der Ukraine bis nach Spanien führt.

Wallfahrer in Rückers


 

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