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Der Rückerser Bildstockpfad

Auszüge aus "Der Rückerser Bildstockpfad" 2010 - Michael Jahn


In den vergangenen Jahrhunderten entstanden zahlreiche steinerne Zeugnisse der Frömmigkeit in der Gemarkung Rückers. Der Rückerser Bildstockpfad bietet die Möglichkeit, diese einmal im Zusammenhang eingehender zu betrachten. Vierzehn Stationen verteilt auf eine Wegstrecke von ca. 3 Stunden wurden hierfür zusammengestellt.

 

Der Rückerser Bildstockpfad beginnt auf dem ehemaligen Friedhof hinter der Kirche.

1. Station: Hier steht vor der noch teilweise erhaltenen und 2006 renovierten Friedhofsmauer ein großes steinernes Kreuz. Auf dem Postament (Sockel) ist die Inschrift “Es ist vollbracht Mission 1900. O Jesu durch dein Tod und Pein...” zu lesen. Das Kruzifix dürfte aber älteren Ursprungs sein. Daneben befindet sich das Grab des ersten Rückerser Pfarrers Stephan Gnau (1837-1917).

 

Auf dem Weg um die Kirche fallen die beiden Figuren des Bildhauers Rainer Landgraf über dem Haupt- und dem Seiteneingang auf. Hierbei handelt es sich um eine Marienfigur aus Sandstein mit Strahlenkranz aus dem Jahr 2003 und um eine Darstellung Jesu aus 2004.

 

An der Kirche folgt eine Pieta, eine Darstellung Mariens mit dem Leichnam Jesu, aus Kunststein vom Bildhauer August Fleck aus Fulda als Gefallenenehrenmal. Die Inschrift des Sockels lautet: “O ihr alle die ihr des Weges kommt merket auf und schauet, ob je ein Schmerz wohl meinem Schmerze gleicht. Klagel 1,12.”. Die Pieta stand bis 1964 in der Kirche.

In einer früheren Schießscharte der ehemaligen Wehrmauer befindet sich seit 2006 eine Herz-Jesu-Figur und gegenüber Gedenktafeln für die Gefallenen der beiden Weltkriege.

 

Auf der anderen Seite der Mauer steht der neuste Rückerser Bildstock aus dem Jahr 2010. Die Bronzebüste zeigt die seltene Darstellung von Maria mit dem jugendlichen Jesus und ist ein Werk des Bildhauers Josef Pröls aus Dattenberg bei Lins am Rhein. Die Bronzebüste ruht auf einem Sockel, der vom örtlichen Steinmetzmeister Uwe Schneider gefertigt wurde und auf den in der Pflasterung Strahlen zulaufen.

Der weitere Weg führt über die Schulstraße aus Rückers hinaus bis zur  ersten Abbiegung und hier dann links. Auf der Höhe einer alten, vom Blitz getroffenen Buche geht es rechts nach Osten zu einem Wäldchen in der Flur “am dummen Heiligen” (Dauer der Wegstrecke ca. 15 Minuten).

2. Station: Hier steht ein einfacher Bildstock in Form eines Eisenstabes mit Holz-Ädikula und einer Marienfigur.

Geht man den Weg gerade in Richtung Rückers nach unten, so kommt man zum Ende der Straße “An der Kesbach” (10 Minuten).

 

3. Station: Seit 2010 steht dort umrahmt von einer kleinen Steinmauer ein barocker Bildstock (vormals beim Kindergarten). Die Vorderseite zeigt den Gekreuzigten mit Maria und Johannes. Die Inschrift auf der Rückseite lautete: “Dise biltsäulen HAD zu Ehren GOTTES AVFRICHEN LASSEN DER Ehrsame JOHANNES HAB (= Happ) VNT dessen EHEFRAV Elisabeth IN RÜCKERS ANNO 1796”.

Nach rechts führt der Weg zur Einmündung der Oberdorfer Straße in die Huttener Straße (8 Minuten).

4. Station: Hier steht ein klassizistischer Bildstock (ca. 1830) mit einer Kreuzigungsgruppe auf der Vorderseite und einem Vesperbild (Maria mit dem Leichnam Jesu) auf der Rückseite. Auf dem Tischpostament steht: “CHRIST BETE UND VERTRAUE DEIN ERLÖSER LEBT“. Weiterhin ist zu lesen: “Er starb damit wir leben” und “Maria die schmerzhafte Mutter”.

Über die Oberdorfer Straße führt der Weg vorbei am alten Feuerwehrgerätehaus zur Schwebener Straße und zur Abzweigung der Ulmenstraße (10 Minuten).

 

5. Station: Dort zeigt ein barocker Bildstock eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes und den Text “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben”. Auf der Rückseite steht: “Dieses Marter Bilt hat Gott zu Ehren aufrichten laßen der Ehrsame Johannes aus Rückers und Elisabetha seine Hausfrau und seine Mutter Ludwina Maria Anno 1750”. Den Abschluss des Bildstocks bildet ein steinernes Ankerkreuz.

In der Ulmenstraße folgt nach nur zwei Minuten die nächste Station. 

6. Station: Auf dem Friedhof steht seit 2008 der älteste Bildstock von Rückers. Er befand sich früher an der Lappensteiner Mühle. Die barocke Darstellung zeigt eine Kreuzigungsgruppe. Die Inschrift auf der Rückseite ist kaum mehr lesbar und lautete vermutlich: “1736 IOHAN ADAM SEANG HAD DIESEN BILDSDOCK GOTT ZV EHREN MACHEN LASE”. Die Seiten des Bildstocks sind mit Engelsköpfchen verziert und er wird durch ein Eisenkreuz abgeschlossen.

Der weitere Weg führt zur Mitte des Friedhofs. 

 

7. Station: Hier steht ein Steinkruzifix, welches als Friedhofskreuz um 1930 entstand. Auf der Vorderseite des Postaments ist zu lesen: "Es ist vollbracht."

Daneben befinden sich die Gräber der beiden ehemaligen Rückerser Pfarrer Josef van Schijndel (1929-1986) und Pfarrer Johannes Nikel (1912-2002). Weiter unten steht ein Gefallenendenkmal des Bildhauers Karl Hornung aus Bergtheim von 1994 und einige Gräber im 2. Weltkrieg am Bahndamm bei Rückers getöteter Soldaten.

Vom Friedhof führt der Weg links in die Ulmenstraße und erneut nach links über die Straße “Am Kies” zur Kreuzung mit der Straße “Am Sengig” (10 Minuten).

 

8. Station: Dort befindet sich ein sehr schöner barocker Bildstock (um 1750). Die Vorderseite zeigt die Kreuzigungsgruppe, die Rückseite die seltene Darstellung der Herabkunft des Heiligen Geistes. Abgeschlossen wird der Bildstock durch ein Doppelkreuz aus Eisen. Die einzig noch bekannte Inschrift lautet: “Ihr solt den Heiligen Geist vertraue in welchem ihr geheiligt seyd...”. Die Inschrift auf dem Postament ist nicht mehr lesbar.
 
Nach rechts über die Fliedener Straße gelangt man über einen beschilderten, links abzweigenden Pfad zur Marien-Grotte (10 Minuten ).

9. Station: Die Lourdes-Grotte wurde 1958 von Gerhard Kusserow und Fritz Werner geschaffen. Die Marienfigur ist ein Werk des Bildhauers Abel aus Eichenzell. Sie stammt aus der vorherigen Mariengrotte der Familie Frick, von welcher auch das Grundstück zur Verfügung gestellt wurde.

Die Grotte bietet sich mit ihren Bänken für ein Gebet und eine kurze Rast an. Über den ehemaligen Weg zur Grotte führt der Pfad dann unten am Bach entlang nach rechts (2 Minuten).

 

10. Station: Dort steht im Garten auf einem Privatgrundstück eine Josefsfigur mit Jesus im Arm, ein Werk des Bildhauers August Fleck aus Fulda. Auf der Vorderseite ist zu lesen: “Heiliger Josef bitte für uns” und auf der Rückseite steht: “Errichtet zur Ehre Gottes 1939”.

Der Weg führt nun nach links durch die erste Bahnunterführung und biegt vor der zweiten Unterführung erneut links ab. Man überquert die Autobahnbrücke und folgt dem Weg geradeaus in Richtung Keutzelbuch. An der nächsten Kreuzung führt der Pfad rechts zum Krackhof und biegt hier anschließend links wieder in Richtung Keutzelbuch ab (60 Minuten).

11. Station: Am Ortseingang befindet sich rechts eine Herz-Jesu-Figur umgeben von einem schmiedeeisernen Zaun. Darunter ein Bild des Hl. Rochus mit  Schäferhund und Hirtenstab. Hier steht: “Heiliger Rochus bitte für uns” und “Süßes Herz meines Jesus gib, daß ich immer mehr dich lieb”. Auf der Rückseite lautet die Inschrift: “Zur Erinnerung an die Herz-Jesu-Weihe im Kriegsjahre 1914 von mehreren Wohltätern gestiftet”.

In Keutzelbuch folgt am Dorfplatz rechts die Abzweigung zum Breitenfelder Weg (10 Minuten).

 

12. Station: Nach 200 m steht links am Hof Lauer ein rotes Steinkreuz mit weißer Jesusfigur aus dem Jahr 1900 mit der Inschrift: “Siehe wie ich dich Liebe! Mein Jesu Barmherzigkeit!”. Auf der Rückseite ist die Jahreszahl 1900 eingemeißelt.

Zunächst geradeaus, am Wannerhof links und danach rechts über den Tannenhof führt der Weg wieder links zur Keutzelbucher Straße. An dieser steht in Richtung Rückers an einer Abzweigung auf der linken Seite ein weiteres Kreuz (15 Minuten).

13. Station: Das “rote Kreuz” ist nach der Farbe eines früheren Holzkreuzes benannt. Auf der Vorderseite ist zu lesen: “Gott der selbst seines eigenen Sohnes nicht geschont und ihn für uns alle hingegeben hat, wie sollte er uns nicht alles mit ihm geschenkt haben”. Auf der Rückseite heißt es: ”Errichtet durch die Opfergaben eines großen Wohltäters v. Keuzelbuch (= Albert Seng) und vielen anderen 1904”.

Der Weg führt nun zunächst geradeaus, dann nach rechts zum Sporthaus und von hier aus nach links in Richtung des Schützenhauses. An der nächsten Kreuzung geht es rechts zum Leideweg (15 Minuten).

 

14. Station: Über der Aufschrift “O Maria bitte für uns” steht hier im privaten Garten (früher außerhalb des Ortes am Bahnübergang) ein einfacher Bildstock aus Kunststein mit einer Marienfigur.
 
In Richtung Ortsmitte gelangt man links zum Kindergarten, bei dem rechts die Mühlenstraße abzweigt. Von hier führt der Pfad über die alte Schule und den neuen Dorfbrunnen zurück zur Kirche. Zum Abschluss bietet sich ein Besuch der Pfarrkirche an (10 Minuten).

 
 

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