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Pilger- und Studienreise der Kirchengemeinde Rückers

Anfang April machten sich 32 Mitglieder (inkl. auswärtige Gäste) der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt Rückers zu einer 10-tägigen Pilger- und Studienreise nach Israel und Jordanien auf den Weg. Seelsorgerisch begleitet wurden sie durch Herrn Pfarrer Klaus Peter Jung. Die durch das örtliche Reisebüro Happ hervorragend organisierte Reise führte die Pilger zu den heiligen Stätten in Israel und Jordanien sowie zu vielen historischen Orten der Jahrhunderte.

Durch die einheimischen Führer erfuhren die Teilnehmer viel über das Leben in der Zeit Jesu, sowie über die Kultur und das Leben (mit all seinen Problemen) in der heutigen Zeit. Ganz besonders wichtige Momente waren für die Pilger die geistlichen Impulse und das Lesen aus der Bibel durch Pfarrer Jung an den religiösen Stätten. Zweifelsohne waren die Gottesdienste mit Pfarrer Jung in der Grabeskirche in Jerusalem und in der Geburtskirche in Betlehem Höhepunkte der Reise. Aber auch die Gottesdienste in freier Natur, direkt am See Genezareth oder in der jordanischen Wüste werden in Erinnerung bleiben.

Über Tel Aviv ging es mit dem Bus in Richtung Norden über Caesarea, Haifa, der Kreuzritterstadt Akko, Nazareth und Tiberias am See Genezareth. Von dort aus fuhren wir gen Süden und besichtigten die Ausgrabungsstätten in Quamran. Der Weg führte weiter an Jericho vorbei nach Jerusalem. An diesem heiligen Ort nahmen wir uns drei Tage Zeit, um die Stätten des Christen- und des Judentums zu besichtigen. Auf der Via Dolorosa begaben wir uns betend zur Grabeskirche. Auch ein Besuch an der Klagemauer, dem höchsten Heiligtum der Juden, durfte nicht fehlen. Außerdem fuhren wir von Jerusalem aus in das autonome Palästinensergebiet nach Betlehem und besichtigten die Geburtstätte Jesu. Die Auswirkungen der heutigen Politik waren bei dieser Fahrt sehr anschaulich zu sehen.

Von Jerusalem ging es mit dem Bus dann  weiter in Richtung Süden. Wir besichtigten die Bergfestung Massada und badeten im Toten Meer. In Eilat am Roten Meer passierten wir zu Fuß den Grenzübergang nach Jordanien und bestiegen einen jordanischen Bus. Nach einer Übernachtung in Aqaba ging es auf der anderen Jordanseite hinauf zu der Felsenstadt Petra, die einmalig in einer tiefen Felsformation liegt. Am nächsten Tag führte uns die Fahrt über Madaba zum Berg Nebo, wo Moses das gelobte Land gezeigt bekam. Am Abend erreichten wir die jordanische Hauptstadt Amman. Der nächste Tag führte uns in die jordanische Wüste bis ca. 200 km von der irakischen Grenze entfernt, wo wir einige Wüstenschlösser besichtigten. Der Abend wurde mit einem traditionellen arabischen Essen in Amman beendet, bevor wir mit dem Flugzeug um 2.00 Uhr nachts abflogen. Müde, aber beflügelt von den vielen Eindrücken, trafen wir, zufällig mit dem Glockengeläut (Einladung zum Sonntagsgottesdienst) wieder in Rückers ein.

Diese Pilgerreise war für alle ein einmaliges Erlebnis und stellt eine Vertiefung des Glaubens dar. Sich an den Orten aufzuhalten, in denen sich auch Jesus nachweislich aufgehalten hat, war sehr bewegend. Aber auch Landschaft und Kultur der beiden besuchten Länder waren beeindruckend. Hinzu kam, dass unsere einheimischen Führer (Isaak - Israel - Jude; Khaled - Jordanien - Moslem und Shukri - Betlehem - arabischer Katholik) bestens ausgebildet waren und sie uns ihre jeweilige Kultur, Sitten und Gebräuche ohne Aufdringlichkeit näher brachten. Gleichwohl haben wir aber auch die politische Zerrissenheit des Heiligen Landes und der dort lebenden Menschen erfahren. Wir erlebten darüber hinaus, was koscheres Essen bedeutet, und dass Alkohol in Jordanien, selbst beim Mitfeiern einer arabischen Hochzeit, verpönt ist.

Eine harmonische, erlebnisreiche und religiöse Pilger- und Studienreise nahm mit dem Eintreffen in Rückers einen guten Abschluss, und wir sind dankbar, dass wir dies erleben durften und wollen diese Reise auch zur Glaubensweitergabe nutzen. Die Teilnehmer freuen sich schon heute auf einen Wiedersehens-Abend in den nächsten Wochen.